Agentur, Freelancer oder Softwarehaus: Wer soll Ihre App bauen?
Kurz gesagt: Ein Freelancer passt für klar umrissene Einzelaufgaben, wenn Sie die technische Leitung selbst übernehmen können. Eine Agentur passt, wenn Konzept, Design, Entwicklung und Betrieb aus einer Hand kommen sollen und das Projekt nicht an einer einzelnen Person hängen darf. Ein Softwarehaus passt, wenn Sie ein eigenes Produkt über Jahre weiterentwickeln und dafür ein dauerhaft zugeordnetes Team brauchen.
Von Aaron Hermann und Philipp Stapf, Gründer von PANDADEV · Stand:
Die drei Modelle im Vergleich.
Acht Merkmale, die in der Praxis den Unterschied machen. Preise stehen bewusst nicht in der Tabelle: Sie hängen vom Projekt ab, nicht vom Modell.
| Merkmal | Freelancer | Agentur | Softwarehaus |
|---|---|---|---|
| Typisches Projekt | Einzelaufgabe oder Modul, klar beschrieben | Komplette App oder Software, vom Konzept bis zum Launch | Eigenes Produkt, das über Jahre weiterentwickelt wird |
| Leistungsumfang | Entwicklung. Konzept, Design und Projektleitung liegen meist bei Ihnen | Konzept, Design, Entwicklung, Tests, Launch und Betrieb aus einer Hand | Entwicklung und Betrieb mit festem Team, Produktmanagement oft bei Ihnen |
| Ausfallrisiko | Hoch: eine Person. Bei Krankheit, Urlaub oder Auftragswechsel steht das Projekt | Niedrig: mehrere Entwickler kennen den Code, Vertretung ist eingeplant | Niedrig, solange das zugeordnete Team erhalten bleibt |
| Abrechnung | Meist Stunden- oder Tagessatz | Festpreis je Projekt oder nach Aufwand, Betrieb als monatliches Kontingent | Monatlicher Retainer für das Team, meist mit Mindestlaufzeit |
| Geschwindigkeit | Schneller Start, aber nur eine Aufgabe zur Zeit | Start nach Angebot, mehrere Arbeiten laufen parallel | Hoher Durchsatz nach der Einarbeitung des Teams |
| Verantwortung für das Ergebnis | Liegt zu großen Teilen bei Ihnen als Projektleitung | Die Agentur verantwortet Ergebnis, Qualität und Termin | Geteilt, je nach Vertrag |
| Nach dem Launch | Oft keine feste Verfügbarkeit, Übergabe an Dritte nötig | Wartung und Support als eigenes Angebot, kündbar | Betrieb ist Teil des laufenden Vertrags |
| Passt, wenn | Sie Technik im Haus haben und punktuell Kapazität brauchen | Sie ein fertiges Ergebnis kaufen wollen, nicht Arbeitszeit | Software Ihr Kerngeschäft ist und das Team nie leer läuft |
Wann ein Freelancer die bessere Wahl ist
- Sie haben eine technische Leitung im Haus, die Anforderungen schreibt, Code prüft und Entscheidungen trifft.
- Die Aufgabe ist klar umrissen: ein Modul, eine Schnittstelle, eine Erweiterung an bestehender Software.
- Das Projekt darf im Zweifel einige Wochen pausieren, ohne dass etwas Wesentliches kippt.
- Sie wollen eine Technologie ausprobieren, bevor Sie sie fest ins Unternehmen holen.
Wann eine Agentur die bessere Wahl ist
- Sie wollen ein Ergebnis kaufen, nicht Arbeitszeit: eine fertige App im Store, eine laufende Software im Betrieb.
- Konzept und Design sind noch offen und sollen aus derselben Hand kommen wie die Entwicklung.
- Das Projekt darf nicht an einer einzelnen Person hängen, weil es für Ihr Geschäft kritisch ist.
- Sie brauchen nach dem Launch jemanden, der erreichbar bleibt, ohne dafür Personal einzustellen.
Wann ein Softwarehaus die bessere Wahl ist
- Software ist Ihr Produkt und wird über Jahre jede Woche weiterentwickelt.
- Sie haben eigenes Produktmanagement und brauchen ein Team, das dauerhaft nur für Sie arbeitet.
- Die Auslastung ist hoch genug, dass ein fester monatlicher Retainer nicht leer läuft.
Und Offshore? Ein Entwicklerteam im Ausland ist eine Variante von Freelancer oder Softwarehaus, nicht ein eigenes Modell. Die Fragen bleiben dieselben, die Antworten werden durch Zeitzone, Sprache und Vertragsrecht schwieriger. Wie das in der Praxis aussah, zeigt unser Praxisfall Offshore gegen lokal.
Drei Abrechnungsmodelle und ihre Risiken.
Das Abrechnungsmodell verrät mehr über die Zusammenarbeit als der Preis. Jedes Modell verlagert ein Risiko, die Frage ist nur, zu wem.
Festpreis
Vorteil: Sie kennen den Preis, bevor Sie zusagen, und das Risiko für Mehraufwand liegt beim Anbieter.
Risiko: Funktioniert nur, wenn der Umfang vorher sauber beschrieben ist. Änderungen werden einzeln beziffert, und das muss im Vertrag geregelt sein.
Passt für: Abgeschlossene Projekte mit klarem Ziel: eine App, ein Portal, eine Schnittstelle.
Nach Aufwand (Time & Material)
Vorteil: Sie können jederzeit umsteuern und bezahlen nur, was tatsächlich gearbeitet wurde.
Risiko: Das Budget ist nach oben offen. Ohne eigene Steuerung und wöchentliche Abnahme wird daraus schnell ein Fass ohne Boden.
Passt für: Explorative Vorhaben, Prototypen, Projekte mit absehbar wechselndem Umfang.
Kontingent (Retainer)
Vorteil: Planbare Kapazität jeden Monat, feste Ansprechpartner, kurze Reaktionszeiten.
Risiko: Ungenutzte Stunden verfallen je nach Vertrag, und lange Mindestlaufzeiten binden Sie. Achten Sie auf monatliche Kündbarkeit.
Passt für: Betrieb, Wartung und laufende Weiterentwicklung nach dem Launch.
So entscheiden Sie in fünf Fragen.
Der Reihe nach beantworten. Nach der dritten Frage ist die Richtung meist klar.
Gibt es bei Ihnen jemanden, der das Projekt technisch steuern kann?
Nein: Agentur. Ja: Freelancer oder Softwarehaus bleiben möglich.
Lässt sich der Umfang heute klar beschreiben?
Ja: Festpreis bei einer Agentur. Nein: nach Aufwand, mit enger Steuerung.
Darf das Projekt an einer einzelnen Person hängen?
Nein: keine Einzelperson, egal wie gut. Ja: Freelancer ist eine Option.
Sollen Konzept und Design aus derselben Hand kommen?
Ja: Agentur. Nein: Sie liefern Konzept und Design, ein Freelancer setzt um.
Ist Software Ihr Produkt, nicht Ihr Werkzeug?
Ja: Softwarehaus oder eigenes Team. Nein: Agentur mit Kontingent für den Betrieb.
Wo PANDADEV steht
Agentur mit eigenem Entwicklerteam.
PANDADEV ist eine Agentur für App- und Softwareentwicklung mit Sitz in Heilbronn: Konzept, Design, Entwicklung und Betrieb aus einer Hand, verbindlicher Festpreis je Projekt, Betrieb als monatlich kündbares Stundenkontingent. Sie arbeiten direkt mit den Gründern Aaron Hermann und Philipp Stapf. Für Kunden, die ein Produkt über Jahre weiterentwickeln, arbeiten wir mit festen Kontingenten wie ein Softwarehaus, ohne Mindestlaufzeit.
Häufige Fragen.
Was Unternehmen uns fragen, bevor sie sich zwischen Freelancer, Agentur und Softwarehaus entscheiden.
Über diese Seite
Geschrieben von Aaron Hermann und Philipp Stapf, Gründer der P&A Development GmbH (PANDADEV) in Heilbronn. Die Einschätzungen stammen aus über 50 eigenen Projekten und aus Übernahmen von Software, die zuvor Freelancer oder andere Anbieter entwickelt hatten. Stand: 8. Oktober 2026.
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